Weniger bekanntes Weinland Spanien

Liebe Collegiatinnen und Collegiaten,
wir laden Sie herzlich ein zu unserer ersten Weinprobe im neuen Jahr:

Weniger bekanntes Weinland Spanien

am Mittwoch, dem 15. Februar 2017, um 18:30 Uhr
im Steigenberger Hotel Bad Homburg, Kaiser-Friedrich-Promenade 69

Das Ende des Baubooms in Spanien mit der folgenden Wirtschafts- und Bankenkrise hat auch dem Weintrinker im Lande die Lust am Genuss verdorben. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Spanier an Wein sank von einst über 60 Liter/Jahr auf heute 32 Liter/Jahr, das ist nur etwas mehr als in Deutschland (24 Liter/Jahr). Wenn man den Konsum von reinem Alkohol in Spanien mit anderen europäischen Ländern vergleicht, gibt es keine sehr großen Unterschiede. Während die klassischen Weinländer auch die größten Weinkonsumenten sind, wird in Spanien, dem Land mit der größten Rebfläche der Welt (1,1 Mio ha!), heute mehr Bier als Wein getrunken! Da traditionell über die Hälfte der gesamten spanischen Weinproduktion im Lande selbst konsumiert wurde, musste die radikale Veränderung der Trinkgewohnheiten, zusammen mit den wirtschaftlichen (z.B. einer Arbeitslosenquote von 21,6%) und gesellschaftlichen Problemen massive Folgen für die spanische Weinwirtschaft haben. Der enorme Exportdruck und ein damit verbundener Preiskampf kommt wenigstens den Konsumenten zu Gute. Das beste Preis-/Genussverhältnis beim Wein findet man heute in Spanien!
Einst war Spanien ein reines Weißweinland, aber mit der weltweit zunehmenden Nachfrage nach Rotweinen wurden in den letzten Jahrzehnten vornehmlich rote Reben gepflanzt, und heute sind es ziemlich genau 50 % rote Sorten und 50 % weiße Sorten (zum Vergleich: Deutschland 64 % weiße und 36 % rote Sorten). Wenn man dies auf die gesamte Rebfläche projiziert, wird eine erstaunliche Tatsache deutlich, nämlich dass Spanien heute immer noch der größte Weißweinproduzent der Welt ist. Die Sorte Airén ist mit einer Anbaufläche von gegenwärtig 338.635 ha (zum Vergleich: Riesling in Deutschland: 23.293 ha) die am häufigsten angebaute Rebe der Welt. Sie kommt praktisch nur in der Mancha, dem Land des Don Quijote, vor, was die enormen Dimensionen des spanischen Weinbaus verdeutlicht. Etwa die Hälfte der Rebflächen im Lande darf die kontrollierte Herkunftsbezeichnung D.O. (Denominación de origen) tragen. Insgesamt 64 D.O.-Gebiete gibt es gegenwärtig. Weinbauregionen wie die Rioja, Ribera del Duero und Navarra sind in Deutschland gut bekannt, während andere und kleinere Gebiete den Sprung ins Rampenlicht noch nicht geschafft haben.
Ziel der Probe „Weniger bekanntes Weinland Spanien“ ist es, einige Geheimtipps von der Iberischen Halbinsel einem kundigen Publikum vorzustellen. Regionen, die abseits des Mainstreams liegen, verfügen häufig über interessante autochthone Rebsorten oder Pflanzungen internationaler Reben, die das spezifische lokale Terroir zum Ausdruck bringen. Die önologische Reise geht vom galicischen Nordwesten der Halbinsel über das zentrale Hochland Alt- und Neukastiliens zur Mittelmeerküste und in den andalusischen Süden. Es werden Weine der verschiedensten Qualitätsstufen vorgestellt und solche, die als „Autoren-Weine“ keine offizielle Herkunftsbezeichnung tragen und sich als „Super-Reservas“ ins sensorische Gedächtnis vieler Weinfreunde eingeprägt haben.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an der Weinprobe, Gäste sind selbstverständlich ebenfalls herzlich willkommen.
Der Kostenbeitrag für diese Veranstaltung beträgt für Collegiatinnen und Collegiaten 40 €. Gäste bezahlen einen Kostenbeitrag von 50 €. Während der Probe wird ein Tellergericht gereicht.

Bitte melden Sie sich unter der E-Mail-Adresse Gerda.Machau@t-online.de verbindlich an und überweisen Sie bitte den entsprechenden Betrag.

Mit herzlichen Grüßen

gez. Dr. Peter Hilgard gez. Hans-Joachim Kraus

Jahresbericht 2016 des Präsidenten

„Für Sorgen sorgt das liebe Leben und Sorgenbrecher sind die Reben.“
(Johann Wolfgang von Goethe, West-Östlicher Divan)

Liebe Collegiatinnen und Collegiaten,

zum Ende des Jahres 2016 hoffe ich, dass es Ihnen weniger Sorgen als freudige Momente gebracht hat. Folgen wir der sogenannten öffentlichen Meinung, stehen unser Land, Europa und die Welt vor dem Zusammenbruch. Schon unser Nationaldichter Goethe schrieb über seine Deutschen: „Die Deutschen sind übrigens wunderliche Leute! Sie machen sich durch ihre tiefen Gedanken und Ideen, d ie sie überall suchen und hineinlegen, das Leben schwerer als billig.- Ei, so habt doch endlich einmal die Courage, Euch den Eindrücken hinzugeben, Euch ergötzen zu lassen, Euch rühren zu lassen, Euch erheben zu lassen, ja Euch belehren und zu etwas Großem entflammen und ermutigen zu lassen.“
Wir im Collegium Vini haben im abgelaufenen Jahr diesen Appell nach Kräften befolgt. Die Studienfahrt nach Sachsen, die „schwimmende“ Rheingau-Probe, spannende Weinverkostungen und das festliche Advents-Abendessen im Heidelberger Schloss haben unsere Lebensfreude gesteigert. Höhepunkt im Vereinsjahr war die Studienreise in das sächsische Weinanbaugebiet. Herr Uhl hat uns auf eine Gipfelwanderung durch den sächsischen Weinbau und die sächsische Gastronomie mitgenommen. Ihm stand als kundiger und sympathischer Reiseführer Martin Gräfe aus Radebeul zur Seite, der offenbar Jede und Jeden in Weinbau und Gastronomie des sächsischen Elbtals kennt. Zum Auftakt gleich ein Paukenschlag, das Weingut Klaus Zimmerling in Pillnitz. Seine Rieslinge, Grau- und Weißburgunder und Traminer aus dem Königlichen Weinberg gehören zur deutschen Spitzenklasse, meine Favoriten: Der Spätburgunder-Sekt, der 2012 Riesling VDP Große Lage und der 2003 Riesling Eiswein. Das Ganze dargeboten im stilvoll renovierten Kelterhaus mit den schlanken Skulpturen von Malgorzata Chodakowska, der Ehefrau von Klaus Zimmerling. Abends ein von Herrn Gräfe moderiertes Menü im angesagten Ein Sterne-Restaurant „Elements“ in Dresden Neustadt. Am zweiten Tag verkosteten wir die ebenfalls sehr qualitätsvollen Weine von Martin Schwarz aus besten Steillagen in Meißen und Radebeul, besonders hervorzuheben der Chardonnay 2015 aus dem Barrique, verwechslungsfähig mit einem Meursault. Nach einer Stadtführung in Meissen führte uns die sympathische und engagierte Partnerin des Winzers Tim Strasser durch die Probe im Weingut Rothes Gut Meissen auf der Höhe oberhalb der Stadt, mit Löß- und Lehmböden. Seine Grauburgunder, Scheurebe und -überraschenderweise -ein Hibernal (PIWI) wussten zu überzeugen. Dann ging es auf verschlungenen Straßen nach Zadel, dem größten und prominentesten Weingut in Sachsen, Schloss Proschwitz. Die von einem sehr kompetenten französischen Sommelier, Frederic Fourre, moderierte Probe stellte uns u.a. einen sehr gelungenen Frühburgunder-Sekt und eine rauchig würzige Riesling-Traminer-Cuvee mit schöner Rosennote vor. Das am Freitag besuchte Weingut Aust in Radebeul präsentierte schlanke und nach unserem Gusto etwas sehr säurebetonte Weißweine, die entgegen der Meinung von Weinführern nach unserem Eindruck nicht an das Niveau von Schwarz und Zimmerling heranreichen. Viel Freude hatten wir beim Essen im „Wein und Fein“ von Martin Gräfe in Radebeul. Herr Kastler schenkte uns Weine der „Gemischten Bude“ ein, einer Gruppe kleiner, hoch engagierter Winzer. Ihre Weine zeigten durchweg ein hohes Qualitätsniveau und boten Trinkgenuss. Professor Dr. Rainer Beck, von Haus aus Kunstwissenschaftler, stellte uns als Eigentümer des Weinguts Drei Herren in Radebeul dessen Weine auf der Sonnenterrasse des schönen Restaurants vor. Die zu 95 %aus Steillagen stammenden, aus zweimal selektierten Trauben gekelterten Weine gefielen auf ganzer Linie und zählen zur Gebietsspitze. Zu nennen: eine brillante 2015 Scheurebe, eine hochelegante 2012 Solarfis BA (PIWI) und eine Rotwein Cuvee „Eigensinn“ mit 80 % Cabernet Franc-Anteil, an einen Chinon erinnernd. Krönender Abschluss des Programms war ein Abendessen im Restaurant „Atelier Sanssouci“ in Radebeul mit von Martin Gräfe dazu abgestimmten Weinen. Es bleibt ein hervorragender Eindruck vom kleinen und feinen Anbaugebiet Sachsen, mit einer dynamischen Szene von Winzern und Gastronomen: jederzeit eine Reise wert. Großer Dank an Herrn Uhl für Konzeption und Durchführung dieser überaus gelungenen Fahrt.

Eine „Weinagentin“ gestaltete die erste Weinprobe im Jahr 2016: Dahinter steht das Ehepaar Curtius aus Stuttgart, beruflich mit dem Weinmarketing befasst und spezialisiert auf Weine der neuen Welt – damit berufen, uns „Australien und seine Weine“ vorzustellen. Dies gelang mit vollem Erfolg. Herrn Curtius Präsentation mit Beamer-Einsatz war höchst fachkundig, informationsreich und unterhaltsam. Die Weinauswahl widerlegte noch bestehende Vorurteile gegen die australischen
Weine: wuchtig, alkoholreich, säurearm, holzdominiert. Mitnichten! Wir probierten fein strukturierte, elegante Chardonnays in großer stilistischer Bandbreite, entsprechend den unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen. Ebenso punkteten die Rotweine, vielleicht etwas beliebig die Cabernet Sauvignons („Allerweltsrebe“), stärker profiliert die Grenaches und Shiraz, die mit eigenständiger Stilistik auf Augenhöhe mit ihren Verwandten von der Rhone und aus Spanien stehen.

Zu seinem 65jährigen Bestehen zelebrierte das Collegium bei seiner Festlichen Weinprobe anlässlich der Mitgliederversammlung im April „Große Gewächse und ihre Geschwister“. Die – kritische – Würdigung deutscher Spitzenweine ist seit der Gründung des Collegium Vini ein Kernelement seiner Tradition. Die Probe stellte die Großen Gewächse nach der Klassifizierung des VDP denen ohne diese Klassifizierung gegenüber, solchen aus der Zeit vor Einführung der Großen Gewächse und solchen,
die heute die Klassifizierung nicht erhalten. Dies sind restsüße Weine von VDP-Winzern und trockene Weine unterhalb des Prädikats Großes Gewächs sowie Weine von nicht im VDP vertretenen Winzern. Bei der direkten Gegenüberstellung der trockenen Rieslinge eines Jahrgangs hatten die Großen Gewächse gegenüber ihren kleineren Geschwistern die Nase vorn. Sie hatten größere Fülle, mehr Länge und intensivere Aromen. Das bedeutet aber nicht automatisch mehr Trinkgenuss, da sie sättigender und weniger frisch als ihre kleineren Geschwister ausfallen. Es sind Weine zu einem gehobenen Essen und für eine langjährige Reifung. Letzteres konnten ihre Vorgänger, die Spätlesen der besten Winzer, aber auch, wie der 2007 Julius Echter-Berg Silvaner Spätlese von Dr. Wirsching im Vergleich zum 2013 Großen Gewächs aus gleicher Lage demonstrieren. Am höchsten habe ich die am Ende stehenden fünf Weine von der Mosel bewertet: Brauneberger Duffer Riesling Großes Gewächs aus 2013 und 2014, Spätlese 2014 und Auslese 2014 (alle von Fritz Haag) und das 2011 Erdener Treppchen Riesling Auslese von Dr. Hermann. Zusammenfassender Eindruck der Probe war: Es gibt keine Gleichung Großes Gewächs = Spitzenqualität. Überragende deutsche Weine gab und gibt es mit und ohne das Prädikat Großes Gewächs.

Im August ging das Collegium Vini an Bord des kleinen Rheinschiffes „St. Nikolaus I“, dem „Weltkulturerbe-Schiff des Mittelrheintals“ zur ersten schwimmenden Weinprobe, gewidmet dem Rheingau als der romantischen deutschen Weinlandschaft schlechthin. 45 Teilnehmer genossen die Rheinfahrt bei strahlender Sonne von Sankt Goarshausen nach Eltville. Markus Hebgen, ein waschechter Rheingauer, moderierte kompetent und humorvoll die von ihm zusammengestellte Probe. Indem wir an der einzelnen Weinlage vorbeifuhren, hatten wir deren Wein im Glas. Die Verkostung war eine beeindruckende Demonstration der Lagenvielfalt des Rheingauer Rieslings und seines Qualitätspotentials. Von vielen seien genannt: 2015 Bacharacher Hahn von Toni Jost, 2014 Schloss Johannisberg Grünlack Große Lage, 2015 Oestricher Lenchen Spätlese „303″ Große Lage und 2009 Hattenheimer Mannberg Auslese von Langwerth von Simmern. Ein neues „Veranstaltungsformat` des Collegium Vini, erdacht von Klaus Rössler, Chapeau!

Klassiker dagegen sind unsere Vorstellungsproben, die jedoch nicht aus der Mode kommen, wollen wir doch alle erfahren, welche guten Weine der aktuelle Jahrgang in Deutschland hervorgebracht hat. Zuverlässige Weinführer durch den Jahrgang 2015 (2014 bei Rotweinen) waren wiederum die Gebietsbeauftragten. Wenn ich meine Probennotizen anschaue, gab es keine (negative) Enttäuschung, dafür aber viele positive Eindrücke von jungen, aufstrebenden Winzern: Lisa Bunn, Nierstein; Jakob Schneider, Niederhausen/Nahe; Julia Bertram, Ahr; Kraemer, Auernhofen/Tauber; Philipps-Eckstein, Graach; Kastler-Friedland, Radebeul; Josef Ambs, Bötzingen/ Baden. Erwartungsgemäß konnten wir von den Spitzenbetrieben exzellente Weine verkosten, die aus dem Jahrgang das Beste herausholten, einige Riesling-Beispiele: Riesling auf der Mauer (Bassermann-Jordan), Oestricher Lenchen Spätlese (Jakob Kühn), Rauenthaler Baiken Spätlese Crescentic (Hess. Staatsweingüter), Erdener Herzlei Spätlese (Dr. Hermann). Das Fazit könnte lauten: 2015 ist ein Spitzenjahrgang, jedenfalls für edelsüße Rieslinge, für andere Rebsorten dann, wenn die Winzer zu hohe Alkoholgrade vermeiden konnten.

Unser festliches Abendessen im Advent „Wein und Speise“ fand diesmal in einem der größten Touristen-Hot Spots unseres Landes statt, dem Heidelberger Schloss. Würde man erwarten, dass dort ein Sterne-Restaurant ansässig ist? Auf die Schlossweinstube von Martin Scharff hat uns unser vorjähriger Gastgeberin Miltenberg aufmerksam gemacht; beide gehören zur Vereinigung der Jeunes Restaurateurs d“Europe. Und Herr Scharff hat unsere Erwartungen mit einem sternewürdigen Menü erfüllt. Ein köstlicher zarter Rehrücken ist mir besonders in Erinnerung. Herr Simon, Seniorchef des Weinguts Kassner-Simon aus Freinsheim in der Pfalz präsentierte uns dazu Weine seines Betriebs. Die Pärchen harmonierten sehr gut mit den Speisen. Lebhaft wurde darüber diskutiert, welcher Wein am besten zum jeweiligen Gericht passte. Die Weine zeigten erfreuliche Qualität, besonders eine Rieslaner Auslese und der Spätburgunder aus dem Barrique.

Nun ist mir der Jahresrückblick etwas länger geraten, aber beim Schreiben kamen mir so viele schöne Erinnerungen hoch, namentlich an die Sachsen-Reise, da mag ich nicht kürzen. 2016 ist in unserem Verein auch ein Jahr von Abschieden. Gesundheitsbedingt haben zwei herausragende Aktive des Collegiums ihren Austritt erklärt, Guy Bonnefoit und Dieter Sauer. Guy Bonnefoit hat über Jahrzehnte mit seinem einzigartigen Wissen über Weine und Gastronomie das Collegium zu dem gemacht, was es heute ist, einem Kreis von Weinliebhabern mit sensiblem Gespür für Weinqualität, die Verbindung von Wein und Speise und mit der Fähigkeit, sensorische Empfindungen mit Sprache auszudrücken. Seine Studienfahrten nach Frankreich sind legendär, ebenso seine gastrosophischen Veranstaltungen in der Jahrhunderthalle. Dieter Sauer hat als Präsident über viele Jahre das Collegium Vini mit Autorität, Umsicht und klarer Strategie erfolgreich geführt. Er hat nicht darin nachgelassen, das kulturelle Element unserer Vereinsarbeit hochzuhalten. Die Vorstellung einer beliebigen Zechgemeinschaft war ihm ein Graus. Großartige Abende verbinden sich mit seiner Person: Mythos Wein mit Meinhard lirewenig, unsere Jubiläumsfeier zum 50sten in der Alten Oper, Österreich-Proben u.v.m. Horst Dietzel legt zum Jahresende sein langjährig ausgeübtes Amt als Koordinator einer der Vorstellungsproben nieder. Deren Dauererfolg darf er sich zugute schreiben, dank kluger Probenkomposition und wissensreicher Moderation. Erhalten bleibt er uns als Gebietsbeauftragter für den Mittelrhein.
Unser langjähriger früherer Präsident Dr. Jochen Bauke legt sein Amt als Gebietsbeauftragter für die Mosel nieder. Als profunder Weinkenner und begnadeter Rhetoriker hat er sich hohes Ansehen unter den Collegiaten erworben. Wir freuen uns, dass er uns als Verkoster und Diskutant erhalten bleibt. Allen vier verdienten Aktiven spreche ich hiermit meinen herzlichen Dank aus und hoffe, dass sie auch künftig in Verbindung mit uns bleiben.
Es freut mich, hier auch über Zugänge im Führungskreis des Collegium Vini berichten zu können: Dr. Ulrich Wanner-Laufer verstärkt und verjüngt unseren Vorstand. Dr. Peter Beck übernimmt das Anbaugebiet Rheinhessen, Wilhelm Josef Thiel das Anbaugebiet Mosel und Simon Sachs (nach spontaner Akklamation in der Mitgliederversammlung!) das Amt des Koordinators einer der Vorstellungsproben. Diese Beispiele mögen Schule bei den Collegiatinnen und Collegiaten machen!
Mein Dank gilt allen, die im Berichtsjahr zum Erfolg unserer Vereinsarbeit beigetragen haben und unseren Mitgliedern, die in erfreulichem Maße die Veranstaltungen besucht haben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Gesundheit und Glück für 2017 und natürlich viel, wenn auch maßvollen Weingenuss, auch und vor allem im Collegium Vini!
Mit den besten Grüßen
Ihr
gez. Dr. Klaus Schubäus
Präsident

Gastrosophischer Jahresausklang in Scharffs Schlossweinstube

Unser lieber Dr. Schiller hat auf seinem Blog „schiller-wine“ den Gastrosophischen Jahresausklang in Scharffs Schlossweinstube in Wort (auf englisch) und Bild hervorragend dokumentiert und kommentiert.

Das Collegium Vini wünscht allen Mitgliedern, Gästen, Winzern und allen Freunden frohe Weihnachten und ein gutes Jahr 2017 mit Gesundheit und schönen Weinerlebnissen.

Mit den besten Grüßen

Klaus Schubäus

Einladung Wein und Speise: Gastrosophischer Jahresausklang des Collegium Vini am 3. Dezember 2016

Liebe Collegiatinnen, liebe Collegiaten,

schon eine Ahnung, wo unser traditioneller Jahresausklang stattfindet?
Im Heidelberger Schloss! Dieses prachtvolle und geschichtsreiche Bauwerk, bewundert von Touristen aus aller Welt, beherbergt mit „Scharffs Schlossweinstube“ ein Gourmetrestaurant mit einem Michelin-Stern. Der Patron Martin Scharff wird uns in gediegenem Schlossambiente ein Vier-Gänge-Menü servieren. Herr Scharff legt sein Augenmerk auf eine innovative Kräuterküche, die auf einer Grundlage von lokalen und saisonalen Produkten aufgebaut ist. Er gehört wie unser Gastgeber im vorigen Jahr, Herr Schneider in Miltenberg, der Vereinigung „Jeunes Restaurateurs d“ Europe“ an, die für ein hohes kulinarisches Niveau steht.

Unser gastrosophischer Jahresausklang entspricht in Neudeutsch dem „Wine and Dine“. Im kurpfälzischen Heidelberg stellt uns das Wein- und Sektgut Kassner-Simon aus Freinsheim in der Nordpfalz seine Gewächse vor. Es bewirtschaftet 16 ha unter anderem im Musikantenbuckel, im Oschelskopf und im Schwarzen Kreuz. Seine Rieslinge, Weißburgunder, Grauburgunder und Spätburgunder finden auch überregional Anerkennung bei Weinliebhabern sowie in den Weinführern. Herr Simon persönlich wird uns die Weine gemeinsam mit dem Sommelier der Schlossweinstube, Onel Morales, präsentieren. Freuen wir uns also auf einen stimmungsvollen und genussreichen Adventsabend im Heidelberger Schloss.

Es versteht sich, dass das Collegium den Nachmittag für eine Führung durch das Schloss nutzt. Jeder hat es schon besucht, aber eine Auffrischung des Wissens über seine Architektur und dramatische Historie steht uns wohlan.
Ich hoffe, dieses Programm ermuntert viele Collegiaten —gerne mit ihren Gästen —zur Teilnahme.
Die Teilnahmegebühr beträgt 165 € alles inklusiv. Sie ist zahlbar bei Anmeldung, die wie immer per E-Mail oder schriftlich an Frau Machau zu richten ist.

Folgender Ablauf ist vorgesehen:
13.45 h: Abfahrt Friedrichsdorf
14:30 h: Abfahrt Frankfurt Hbf. Südseite
16.30 h: Führung durch das Heidelberger Schloss
18:00 h: Abendessen in der Schlossweinstube
21:30 h: Rückfahrt nach Frankfurt und Friedrichsdorf

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit möglichst vielen von Ihnen. Kommen Sie bis dahin gut durch den Spätherbst, am besten bei einem guten Glas Rotwein.

Mit den besten Grüßen

gez. Dr. Klaus Schubäus

Zweite Vorstellungsprobe des Jahrgangs 2015 am 10. November 2016

Wein ist das durch alkoholische Gärung aus dem Saft der frischen Weintraube hergestellte Getränk.
WEINGESETZ (1930)

Weinbaugebiete:
Baden
Hessische Bergstraße
Mittelrhein
Pfalz
Rheingau
Sachsen
Württemberg

Silvaner Muschelkalk QbA trocken 2015  >>>
Weingut Porzelt, Klingenmünster, Pfalz  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  12,5 €/ 0,75 l 
       
Radebeuler Goldener Wagen Silvaner QbA 2015  >>>
Weingut Kastler Friedland, Radebeul, Sachsen  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  12,5 €/ 0,75 l 
       
*****
Scheurebe QbA trocken 2015  >>>
Weingut Drei Herren, Radebeul, Sachsen  >>>
Alk.: 12,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  14 €/ 0,75 l 
       
Riesling Auf der Mauer QbA trocken 2015  >>>
Weingut Bassermann-Jordan, Deidesheim, Pfalz  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  17 €/ 0,75 l 
       
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Ihringer Fohrenberg Weißburgunder Kabinett trocken 2015  >>>
Weingut Lena Flubacher, Ihringen, Baden  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  6 €/ 0,75 l 
       
Heppenheimer Schloßberg Weißer Burgunder trocken 2015  >>>
Bergsträsser Winzer eG  >>>
Alk.: 14 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  15,9 €/ 0,75 l 
       
Kleinbottwarer Lichtenberg Weißburgunder trocken 2015  >>>
Weingut Graf Adelmann, Auf Burg Schaubeck, Württemberg  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  13,5 €/ 0,75 l 
       
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Vogtsburger Schelingen Grauburgunder QbA trocken 2015  >>>
Weingut Georg und Thomas Schätzle, Vogtsburg Schelingen, Baden  >>>
Alk.: 14 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  13,5 €/ 0,75 l 
       
Heppenheimer Eckweg Grauer Burgunder QbA trocken 2015  >>>
Bergsträsser Winzer eG  >>>
Alk.: 14,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  17 €/ 0,75 l 
       
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Spätburgunder QbA trocken 2013  >>>
Weingut Georg und Thomas Schätzle, Vogtsburg Schelingen, Baden  >>>
Alk.: 14 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  13,5 €/ 0,75 l 
       
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Spätburgunder Rotwein QbA „Edition“ trocken 2014  >>>
Weingut Josef Ambs, Bötzingen, Baden  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  7,8 €/ 0,75 l 
       
Spätburgunder „Kalkmergel“ QbA trocken 2014  >>>
Weingut Jülg, Schweigen, Pfalz  >>>
Alk.: 13,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  9,9 €/ 0,75 l 
       
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Spätburgunder „Lösswand“, Drei Sterne Selektion QbA trocken 2014  >>>
Weingut Arndt Köbelin, Eichstetten, Baden  >>>
Alk.: 13,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  18,5 €/ 0,75 l 
       
Spätburgunder „Arzheimer am Fürstenberg“ QbA trocken 2013  >>>
Weingut Kranz, Ilbesheim, Pfalz  >>>
Alk.: 13,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  18 €/ 0,75 l 
       
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Textor Tauberschwarz, Weikersheimer Schmecker QbA trocken 2014  >>>
Weingut Jürgen Hofmann, Röttingen, Württemberg  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  21,8 €/ 1,5 l 
       
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Rüdesheimer Berg Roseneck, Riesling feinherb QbA Crescentia 2014  >>>
Hess. Staatsweingüter Kloster Eberbach, Rheingau  >>>
Alk.: 11,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  11,4 €/ 0,75 l 
       
Oestricher Lenchen, Riesling Kabinett 2015  >>>
Weingut Jakob Kühn, Oestrich, Rheingau  >>>
Alk.: 10 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  12,5 €/ 0,75 l 
       
*****
Bopparder Hamm Engelstein, Riesling Spätlese 2015  >>>
Weingut Florian Weingart, Spay, Mittelrhein  >>>
Alk.: 8,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  10,5 €/ 0,75 l 
       
Oestricher Lenchen, Riesling Spätlese 2015  >>>
Weingut Jakob Kühn, Oestrich, Rheingau  >>>
Alk.: 9 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  20 €/ 0,75 l 
       
*****
Bopparder Hamm Feuerlay, Riesling Spätlese MM 2015  >>>
Weingut Matthias Müller, Spay, Mittelrhein  >>>
Alk.: 8 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  14 €/ 0,75 l 
       
Rauenthaler Baiken, Riesling Spätlese Crescentia 2015  >>>
Hess. Staatsweingüter Kloster Eberbach, Rheingau  >>>
Alk.: 7,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  16,2 €/ 0,75 l 
       

Erste Vorstellungsprobe des Jahrgangs 2015 am 26. Oktober 2016

Weißburgunder vom Löss trocken  2015  >>>
Weingut Lisa Bunn, Nierstein, Rheinhessen  >>>
Alk.: 12,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  8,5 €/ 0,75 l 
       
Prichenstädter Krone Weißburgunder Alte Reben trocken 2015  >>>
Weingut Stich, Bürgstadt, Franken  >>>
Alk.: 13,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  9,5 €/ 0,75 l 
       
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Dorndorfer Rappental Silvaner Alte Reben QbA trocken 2015  >>>
Klaus Böhme, Kirchscheidungen, Saale-Unstrut  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  9,5 €/ 0,75 l 
       
Thüringen Muskateller QbA trocken 2015  >>>
Thüringer Weingut Bad Sulza, Saale-Unstrut  >>>
Alk.: 12,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  12 €/ 0,75 l 
       
Quinterra Scheurebe trocken 2015  >>>
Weingut Kühling Gillot, Bodenheim, Rheinhessen  >>>
Alk.: 12 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  9,8 €/ 0,75 l 
       
*****
Schiefergebirge Riesling trocken 2015  >>>
Weingut Kruger-Rumpf, Nahe  >>>
Alk.: 12 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  12,5 €/ 0,75 l 
       
Niederhäuser Rosenheck Riesling trocken 2015  >>>
Weingut Jakob Schneider, Nahe  >>>
Alk.: 12,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  13,5 €/ 0,75 l 
       
*****
Handwerk Spätburgunder trocken 2015  >>>
Weingut Julia Bertram, Ahr  >>>
Alk.: 12,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  11 €/ 0,75 l 
       
Spätburgunder, QbA, Balthasar C. 2015  >>>
Weingut Deutzerhof – Cossmann-Hehle, Ahr  >>>
Alk.: 13 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  16,9 €/ 0,75 l 
       
*****
Blaufränkisch trocken Biowein 2015  >>>
Weingut Roth, Wiesenbronn, Franken  >>>
Alk.: 13,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  9,5 €/ 0,75 l 
       
Ingelheim am Rhein Sonnenhang Blauer Portugieser S 66 trocken 2015  >>>
Weingut Arndt Werner, Ingelheim, Rheinhessen  >>>
Alk.: 13,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  17,8 €/ 0,75 l 
       
*****
Bio Silvaner trocken Franken 2015  >>>
Kraemer Ökologischer Weinbau, Auernhofen Franken  >>>
Alk.: 11,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  8,5 €/ 0,75 l 
       
*****
Niersteiner Hipping, Riesling feinherb „Thal“ 2015  >>>
Weingut Strub, Nierstein, Rheinhessen  >>>
Alk.: 11,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  10 €/ 0,75 l 
       
Rieslaner Spätlese Retzstadt 2015  >>>
Weingut Rudolf May, Retzstadt, Franken  >>>
Alk.: 11 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  9,5 €/ 0,75 l 
       
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Ockfener Bockstein Riesling Kabinett  2015  >>>
Weingut von Othegraven, Kanzem, Mosel (Saar)  >>>
Alk.: 8,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  13 €/ 0,75 l 
       
Maximin Grünhäuser Abtsberg Riesling Kabinett 2015  >>>
Maximin Grünhaus – Schlosskellerei C. von Schubert, Mertesdorf, Mosel (Ruwer)  >>>
Alk.: 7 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  13,9 €/ 0,75 l 
       
Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett 2015  >>>
Weingut Dr. Weins-Prüm, Bernkastel-Wehlen, Mosel  >>>
Alk.: 8 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  9 €/ 0,75 l 
       
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Graacher Himmelreich „Gehr“ Riesling Spätlese 2015  >>>
Weingut Philipps-Eckstein, Graach, Mosel  >>>
Alk.: 7,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  11 €/ 0,75 l 
       
Reiler Goldlay Riesling Spätlese 2015  >>>
Weingut Julius Treis, Reil, Mosel  >>>
Alk.: 8 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  18 €/ 0,75 l 
       
*****
Erdener Herzlei, Riesling Spätlese 2015  >>>
Weingut Dr. Hermann, Erden, Mosel  >>>
Alk.: 7,5 Vol%  RZ: g/l  Säure: g/l  17 €/ 0,75 l 
       

Nochmal: mit dem Schiff auf dem Rhein (ein Nachtrag)

Meine Begeisterung über die önologische Schiffsreise mit dem Collegium Vini auf dem Rhein war so groß, dass ich eigentlich sofort darüber einen kleinen Beitrag schreiben wollte. Aber der heiße Sommer hatte in Andalusien die Trauben frühzeitig reifen lassen, so dass ich mich sofort nach der Rückkehr in den Süden begeben musste, da die Weinlese in unseren Rebgärten bereits anstand. Im Reisegepäck befand sich Peter Sloterdijks neue Übersetzung von „Der kleine Prinz“. Mit diesem Kinderbuch für Erwachsene hat Antoine de Saint-Exupery noch kurz vor seinem Tode bekanntlich Weltliteratur geschaffen. Immer kann ich mich für die Aussage des Fuchses begeistern, der den kleinen Prinzen belehrte: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Da waren sie dann wieder vor meinem geistigen Auge, die Bilder von der hinreißenden Kulturlandschaft des Rheintals mit ihren Burgen, Schlössern, alten Dörfern und Weinbergen. Die Weine, die wir im Glas hatten, stammten allesamt von Trauben des Landes an dem wir gemächlich vorbeifuhren und dessen Terroir-Duft zu uns herüberwehte. Nach der späteren Lektüre des kleinen Prinzen wurde mir sehr deutlich, dass man das Herz nicht nur zum sehen benötigt, sondern genau so zum genießen eines Weines. „Man schmeckt nur mit dem Herzen gut“ könnte man Saint-Exuperys Aussage abwandeln.

Was ist das Herz im Zusammenhang mit sinnlichen Genüssen wie dem Sehen und dem Geschmack? Das Herz kann nur der Geist sein, jene schöpferische Kraft, die in uns die Wahrnehmungen und Eindrücke mit der Seele verknüpft. Im Angesicht der Weinberge und Denkmäler beseelt der Geist unsere Sinne und macht aus dem Reiz von Geschmacks- oder Geruchsnerven ein komplettes und unverwechselbares Erlebnis. Der Geist ist das verborgene Wesen auch in der Person des Weintrinkers, wie wir alle auf der Rheinfahrt am 27. August, 2016 irgendwie gespürt haben. So kommt es auch im obigen schönen Beitrag von Herrn Klaus Rössler zu der Reise zum Ausdruck.

Über 50 Champagner zu verkosten

Am 9.11.2016 findet im Holzhausenschlösschen eine Champagnerverkostung statt!
Näheres hier im pdf: Über 50 Champagner zu verkosten

Einladung zu den Vorstellungsproben des Jahrgangs 2015

Liebe Collegiatinnen und Collegiaten, liebe Gäste,

unsere beiden Vorstellungsproben des Jahrgangs 2015 finden im Steigenberger Hotel, Kaiser-Friedrich-Promenade 69-75, Bad Homburg v. d. H., an den folgenden Terminen statt:

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 18:30 Uhr
(Weinbaugebiete: Mosel, Saar, Ruwer, Ahr, Rheinhessen, Saale-Unstrut, Franken, Nahe)

Donnerstag, 10. November 2016, 18:30 Uhr
(Weinbaugebiete: Mittelrhein, Baden, Pfalz, Rheingau, Sachsen, Württemberg, Hessische Bergstraße)

Der Jahrgang 2015 wird zu Recht sehr gelobt. In allen deutschen Weinbaugebieten waren die Winzer hoch zufrieden. Es wurden vielfach ungemein anregende, brillante, geschliffene Weine mit großer Eleganz gelesen. Der Jahrgang 2015 wird jetzt schon als einer der besten Jahrgänge der letzten 50 Jahre bewertet. Wir dürfen zwei ganz besondere Vorstellungsproben erwarten.

Unsere Gebietsbeauftragten haben aus dem neuen Jahrgang für uns wieder eine Fülle von interessanten Weinen ausgewählt – wir sind gespannt, wie sich die hoch gelobten 2015er Weine in unserer Gesamtschau der deutschen Weinbaugebiete präsentieren werden.

Der Kostenbeitrag pro Veranstaltung beträgt für Collegiatinnen und Collegiaten 40 €. Gäste – die stets willkommen sind – bezahlen einen Kostenbeitrag von 50 €. Während der Probe wird ein Tellergericht gereicht.

Bitte melden Sie sich bei Frau Gerda Machau verbindlich an und überweisen Sie den entsprechenden Betrag.

Mit herzlichen Grüßen

gez. Dr. Thomas Thees gez. Horst Dietzel

Große Gewächse – und nicht so große

In der heutigen (6.9.2016) FAZ ist ein lesenswerter Artikel der Brüder Fabian und Cornelius Lange mit diesem provokanten Titel erschienen. Wir haben zwar gerade erst die Rheingau-Tour überstanden, hier hatten wir Gelegenheit, bereits einige 2015er, darunter auch Erste Lagen aus dem VDP, zu verkosten – und dennoch hat mich der Artikel neugierig gemacht auf unsere Jahrgangsproben am 26.10. und 10.11. Wenn man den Artikel liest, scheint die Planung und Vorbereitung der Jahrgangsproben diesmal eine größere Herausforderung für unsere Gebietsexperten zu sein. 2015 standen wohl die Winzer vor einem Dilemma, früher lesen oder noch warten.
Vielleicht ist ja das eine oder andere Große Gewächs aus dem Artikel bei unserer Probe dabei (ZAUNPFAHL!). Den Rundumschlag bzgl. Große Gewächse hatten wir ja bereits im Frühjahr mit unserer Probe „Grosse Gewächse und ihre Geschwister“.
Wir konnten in der Probe den 2014 Riesling Grosses Gewächs „Dellchen“ trocken vom Weingut Hermann Dönnhoff, Oberhausen, Nahe, genießen. Der 2015er wurde von den beiden Brüdern im Artikel nun „als einer der besten Weine der in der gesamten Probe (Aprikose, Jasmin, Zitrone, etwas Mandarinenschale, verführerische Frucht, salzig-knusprige Säure, vielschichtig und feiner Nachhall)“ bezeichnet. Ich muss heute abend nachschauen, ich glaube, ich habe noch ein Dellchen.

Folgende Weine wurden von Fabian und Cornelius Lange als hervorragend bezeichnet – vielleicht können ja einige Collegiaten etwas dazu sagen (hier schreiben?):

Riesling

Mosel:
Blaufüßer Lay, Weingut Heymann-Löwenstein der Uhlen
Wehlener Sonnenuhr, Weingut S.A. Prüm
Scharzhofberger sowie Volz, Weingut van Volxem
Bockstein sowie Saarfeilser, Weingut Sankt Urbans-Hof
Rausch (sic!), Weingut Zilliken

In der letzten Vorstandssitzung zeigte sich Dr. Thees bereits hin und weg von der Qualität der 2015er Moselweine.

Rheingau:
Kirchenstück, Hölle, Berg Schlossberg und Weiß Erd, Weingut Künstler
Kirchenstück, Domdechaney, Weingut Domdechant Werner
Doosberg, Weingut Kühn
Jungfer, Schönhell, Weingut Prinz
Berg Schlossberg, Berg Roseneck, Weingut Kesseler
Berg Rottland, Weingut Johannishof

Nahe:
Dellchen, Weingut Dönnhoff

Rheinhessen:
Pettentahl, Hipping, Weingut Gunderloch

Pfalz:
Pechstein, Kalkofen, Weingut Bassermann-Jordan

Franken:
Würzburger Stein, Weingut Juliusspital
Würzburger Stein, Weingut am Stein Ludwig Knoll
Pfülben, Weingut Schmitts Kinder

Spätburgunder (2014)

Baden:
Bienenberg, Schlossberg, Weingut Huber

Ahr:
Kräuterberg, Weingut Meyer-Näkel